Wie lang müssen deine Skiroller Stöcke eigentlich sein, wenn du den Sommer über auf Asphalt trainierst? Die Frage klingt nach Nebensache, entscheidet aber darüber, ob dein Doppelstockschub sauber durchzieht oder ob du dich bei jedem Abdruck selbst ausbremst.
Auf Schnee verzeihen ein paar Zentimeter Abweichung noch einiges. Auf Asphalt nicht: Die Spitze setzt härter auf, der Untergrund gibt keinen Millimeter nach, und ein zu langer Stock verstellt dir sofort den Winkel im Oberkörper.
Skiroller Stöcke: Länge nach Faustformel berechnen
Für die Stocklänge im Langlauf haben sich zwei einfache Rechenwege eingebürgert, die du eins zu eins für Rollski Stöcke übernehmen kannst: Skating etwa Körpergröße x 0,89, Klassik etwa Körpergröße x 0,83. Bei 180 cm Körpergröße bist du damit bei rund 160 cm für Skating und rund 149 cm für die Klassik-Technik. Bei 165 cm sind es rund 147 cm und rund 137 cm.
Fährst du beide Techniken in einem Gerät, zum Beispiel mit den ComfortskateS Combi, brauchst du streng genommen zwei Längen. In der Praxis richtest du dich am besten nach deiner Haupttechnik. Wie du damit im Trainingsalltag umgehst, zeigen wir dir auch direkt in unseren Skiroller Kursen.
Warum Rollerspitzen statt Schneeteller?
Ein Winterstock endet in einer schlanken Spitze mit Teller. Auf Asphalt bringt dir das nichts: Der Teller stört, die feine Spitze rutscht weg und verkantet in Fugen und Rissen. Ans Stockende gehört deshalb eine Rollerspitze, kurz, steil angeschliffen und mit Hartmetall bestückt, damit sie sich im Asphaltkorn verhakt.
- Anschliff: Die Spitze steht schräg nach hinten, damit sie beim Aufsetzen sofort greift statt erst zu rutschen.
- Hartmetall: Asphalt frisst weiche Spitzen. Hartmetall hält deutlich länger, bleibt aber ein Verschleißteil.
- Verschleiß prüfen: Wird die Spitze rund und glänzend, verlierst du Grip. Dann kommt ein neuer Satz dran, zum Beispiel die Swix Rollerspitze 10 mm für 9,99 € oder die Swix Triac Rollerspitze für 19,99 €.
- Passung: Der Durchmesser muss zum Stockende passen. Miss lieber einmal nach, bevor du bestellst.
Der Stock als Bremshilfe
Bergab ist der Stock dein zweites Sicherheitsnetz. Leicht geschleppt hinter dem Körper nimmst du damit Tempo heraus, bevor es unangenehm wird. Eine echte Skiroller Bremse für 185 € ersetzt er trotzdem nicht, und den sauberen Notausstieg übst du am besten unter Anleitung. Steigst du gerade erst ein, ist ein stabiler Stock wie der Swix Langlaufstock Dynamic D3 für 79,99 € ein guter Startpunkt.
Alle Infos auf einen Blick
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Merkmal |
Details |
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Länge Skating |
Körpergröße x 0,89, bei 175 cm also rund 156 cm |
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Länge Klassik |
Körpergröße x 0,83, bei 175 cm also rund 145 cm |
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Spitze |
Rollerspitze aus Hartmetall, kein Schneeteller |
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Verschleiß |
Regelmäßig prüfen, rund geschliffen heißt tauschen |
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Stöcke im Shop |
Swix Dynamic D2 für 99,99 €, Swix Dynamic D3 für 79,99 € |
Die richtige Länge deiner Skiroller Stöcke ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechnung mit zwei Faktoren. Rechne beide Werte für deine Körpergröße aus, entscheide dich nach deiner Haupttechnik und gib der Spitze die gleiche Aufmerksamkeit wie dem Schaft. Bist du viel im Doppelstockschub unterwegs, greifst du eher zum steiferen Swix Langlaufstock Dynamic D2 für 99,99 €. Alles Weitere rund um Spitzen und Teile findest du in unserem Zubehör.
Unsicher bei der Technik? Im Skiroller Kurs Oberhof für 99 € kontrollieren wir deinen Stockeinsatz direkt an der Strecke, inklusive Bremstechnik. Häufige Fragen zu Material und Pflege beantworten wir außerdem in unserer FAQ und Anleitung.
Tipps für deine Stockwahl
- Erst messen, dann rechnen: Nimm deine Körpergröße ohne Schuhe und runde das Ergebnis auf die nächste erhältliche Stocklänge.
- Spitzen im Blick behalten: Nach längeren Einheiten kurz auf Grip prüfen, ein Ersatzsatz gehört in jede Tasche.
- Handschlaufe fest einstellen: Der Zug läuft über die Schlaufe, nicht über die Faust. So bleibt der Abdruck lang und die Hand locker.
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